Für typische Airfryer-Gerichte wie Pommes, Gemüse oder Fleisch werden meist deutlich höhere Temperaturen verwendet. Ob sich ein Gerät bereits auf 30, 40 oder erst auf 80 °C einstellen lässt, spielt dabei kaum eine Rolle. Interessant wird die Mindesttemperatur, wenn der Airfryer zusätzlich zum Gären, Trocknen oder Dörren genutzt werden soll.
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Wir haben deshalb die angegebenen Temperaturbereiche von 121 Airfryer-Varianten ausgewertet und geprüft, wie viele Geräte 30, 40 und 60 °C abdecken. Dabei zeigt sich allerdings auch: Die Mindesttemperatur allein verrät noch nicht, ob eine Heissluftfritteuse für eine bestimmte Anwendung geeignet ist. Denn auch Programm und maximale Laufzeit sind entscheidend.
Welche Minimaltemperatur ist wofür interessant?
Eine allgemein ideale Mindesttemperatur gibt es nicht. Entscheidend ist, was mit dem Airfryer gemacht werden soll.
Für klassisches Heißluftfrittieren, Aufbacken oder Rösten sind besonders niedrige Temperaturen kaum relevant. Für andere Anwendungen können sie dagegen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen:
- 30 °C können beispielsweise bei speziellen Gärprogrammen verwendet werden.
- 40 °C liegen in einem sehr niedrigen Bereich, der etwa zum schonenden Trocknen interessant sein kann.
- 60 °C werden unter anderem zum Dörren von Obst verwendet.
Dabei handelt es sich nicht direkt um feste Grenzwerte. Die Temperaturen dienen in unserer Auswertung als Beispiele dafür, welche Niedrigtemperatur Verwendung bei Heißluftfritteusen eine Rolle spielen, da diese mehr Möglichkeiten zur Nutzung zum Vorschein bringen.
Wie viele Airfryer erreichen 30, 40 und 60 °C?
Von 121 untersuchten Airfryer-Varianten liegen die folgenden Temperaturen innerhalb des jeweils angegebenen Gesamt-Temperaturbereichs:
- 60 °C: 83 Varianten (68,6 %)
- 40 °C: 66 Varianten (54,5 %)
- 30 °C: 12 Varianten (9,9 %)
📊 Datentabelle: Geräte mit passendem Temperaturbereich (Details anklicken)
| Anwendung | Temperaturbeispiel (°C) | Geräte mit passendem Temperaturbereich | Ausgewertete Varianten |
|---|---|---|---|
| Teig gehen lassen | 30 | 12 | 121 |
| Kräuter trocknen | 40 | 66 | 121 |
| Apfelscheiben dörren | 60 | 83 | 121 |
Der Unterschied ist deutlich: 60 °C liegen bei mehr als zwei Dritteln der untersuchten Varianten innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs. 30 °C erreichen dagegen nur knapp 10 %. Das bedeutet beispielsweise, dass nur etwa 10% der Modelle die Temperatur so niedrig einstellen können, sodass sie fürs Teig gären lassen besser eignen als andere Geräte.
30 °C: interessant für Gärprogramme
Besonders niedrige Temperaturen um 30 °C können interessant sein, wenn der Airfryer zum Gehenlassen von Teig verwendet werden soll. Beim Cosori TurboBlaze CAF-DC601-KEU gibt es beispielsweise ein eigenes Gärprogramm. Dort sind 30 °C voreingestellt, der einstellbare Bereich reicht von 30 bis 45 °C.
In unserem Datensatz umfassen lediglich 12 von 121 Varianten einen Gesamt-Temperaturbereich, der 30 °C einschließt.
Wer gezielt sehr niedrige Temperaturen benötigt, schränkt die Auswahl an Geräten damit deutlich ein. Ob ein Gerät tatsächlich zum Gären geeignet ist, lässt sich allerdings nicht allein anhand der Mindesttemperatur bestimmen.
40 °C: Temperatur zum Trocknen
Auch Temperaturen um 40 °C können für einige von Relevanz sein. Tefal empfiehlt zum schonenden Trocknen von Kräutern in der Heißluftfritteuse beispielsweise 40 °C und eine Trocknungszeit von etwa zwei bis drei Stunden. Auch hier bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass alle 66 Varianten zum Kräutertrocknen geeignet sind. Entscheidend ist zusätzlich, ob die Temperatur in einem passenden Programm verfügbar ist und dieses lange genug laufen kann. Das bedeutet ein zweiter wichtiger Punkt in der Entscheidung ist nämlich die Zeit. Diese lässt sich allerdings bedingt vernachlässigen, da man ein Programm auch mehrmals laufen lassen kann und dementsprechend indirekt frei entscheiden kann wie lange der Airfryer trocknet.
60 °C: deutlich häufiger verfügbar
Bei 60 °C ist die Auswahl wesentlich größer. Für etwa drei Millimeter dünne Apfelscheiben nennt Ninja beispielsweise 60 °C bei sieben bis acht Stunden Laufzeit. 83 der 121 untersuchten Airfryer-Varianten besitzen einen angegebenen Temperaturbereich, der 60 °C einschließt. Damit ist diese Temperatur in unserem Datensatz deutlich verbreiteter als 30 oder 40 °C. Gerade das Beispiel zeigt aber auch, warum nicht nur die Temperatur wichtig ist: Für einen Dörrvorgang über mehrere Stunden muss das entsprechende Programm lange genug laufen können. Denn bei über 6 Stunden macht man das in den meisten Fällen nebenbei und möchte nicht alle 2 Stunden am Gerät sein, um es erneut einzuschalten. Daher ist gerade bei so hohen Laufzeiten wichtig neben der Temperatur die umsetzbare Laufzeit zu berücksichtigen. Damit kommen wir nämlich neben der Temperatur zur Gewichtung von Temperatur mit der maximal möglichen Laufzeit der Heißluftfritteusen.
Warum der Temperaturbereich allein nicht reicht
Eine Angabe wie „30 bis 230 °C“ kann zunächst so wirken, als ließen sich innerhalb dieses Bereichs alle Temperaturen jederzeit verwenden. In der Praxis unterscheiden Airfryer jedoch häufig zwischen verschiedenen Programmen. Beim Cosori TurboBlaze gelten beispielsweise folgende Bereiche:
| Programm | Temperatur | Maximale Laufzeit |
|---|---|---|
| Gären | 30-45 °C | 12 Stunden |
| Dörren | 35-95 °C | 24 Stunden |
| Backen | 125-205 °C | 60 Minuten |
| Heißluftfrittieren | 150-230 °C | 60 Minuten |
Die niedrigste und höchste Temperatur eines Geräts können somit aus vollkommen unterschiedlichen Betriebsarten stammen. Wer einen Airfryer für eine konkrete Niedrigtemperatur-Anwendung sucht, sollte deshalb drei Angaben prüfen:
- Temperatur: Ist die gewünschte Temperatur einstellbar?
- Programm: In welcher Betriebsart steht sie zur Verfügung?
- Laufzeit: Kann das Programm lange genug laufen?
Für Gären, Trocknen oder Dörren sind diese Angaben wesentlich aussagekräftiger als ein möglichst großer Gesamt-Temperaturbereich auf dem Datenblatt. Wer seinen Airfryer dagegen ausschließlich zum Heißluftfrittieren, Aufbacken oder Rösten verwenden möchte, muss einer besonders niedrigen Mindesttemperatur kaum Bedeutung beimessen.
Genau solche Kriterien berücksichtigt unsere smarte und interaktive Heißluftfritteusen-Kaufberatung im Detail. Allerdings anstatt zu Fragen welche Temperatur du beispielsweise benötigst, ist der Ansatz genau umgekehrt: Du gibst an was du mit dem Airfryer zubereiten und kochen möchtest. Durch unsere Analysen und Übersetzung wie in diesem Artikel zu 30, 40 oder 60 °C können wir deine Anforderung genau so übersetzen und passende Heißluftfritteusen herausfinden.
So haben wir ausgewertet
Der Findingo-Datensatz enthält 158 als Heißluftfritteuse erfasste Einträge.
Für 121 Varianten liegen verwertbare Angaben zu Mindest- und Höchsttemperatur vor. 37 Einträge ohne gültiges Temperaturpaar wurden von der Auswertung ausgeschlossen.
